Bibel in einem Jahr
September 19


Hohelied 1:1-17
1. Das Hohelied Salomos.
2. Er küsse mich mit dem Kusse seines Mundes; denn deine Liebe ist lieblicher als Wein.
3. Es riechen deine Salben köstlich; dein Name ist eine ausgeschüttete Salbe, darum lieben dich die Jungfrauen.
4. Zieh mich dir nach, so laufen wir. Der König führte mich in seine Kammern. Wir freuen uns und sind fröhlich über dir; wir gedenken an deine Liebe mehr denn an den Wein. Die Frommen lieben dich.
5. Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Töchter Jerusalems, wie die Hütten Kedars, wie die Teppiche Salomos.
6. Seht mich nicht an, daß ich so schwarz bin; denn die Sonne hat mich so verbrannt. Meiner Mutter Kinder zürnen mit mir. Sie haben mich zur Hüterin der Weinberge gesetzt; aber meinen eigenen Weinberg habe ich nicht behütet.
7. Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo du weidest, wo du ruhest im Mittage, daß ich nicht hin und her gehen müsse bei den Herden deiner Gesellen.
8. Weiß du es nicht, du schönste unter den Weibern, so gehe hinaus auf die Fußtapfen der Schafe und weide deine Zicklein bei den Hirtenhäusern.
9. Ich vergleiche dich, meine Freundin, meinem Gespann an den Wagen Pharaos.
10. Deine Backen stehen lieblich in den Kettchen und dein Hals in den Schnüren.
11. Wir wollen dir goldene Kettchen machen mit silbernen Pünktlein.
12. Da der König sich herwandte, gab meine Narde ihren Geruch.
13. Mein Freund ist mir ein Büschel Myrrhen, das zwischen meinen Brüsten hanget.
14. Mein Freund ist mir eine Traube von Zyperblumen in den Weinbergen zu Engedi.
15. Siehe, meine Freundin, du bist schön; schön bist du, deine Augen sind wie Taubenaugen.
16. Siehe, mein Freund, du bist schön und lieblich. Unser Bett grünt,
17. unserer Häuser Balken sind Zedern, unser Getäfel Zypressen.

Hohelied 2:1-17
1. Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal.
2. Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern.
3. Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Söhnen. Ich sitze unter dem Schatten, des ich begehre, und seine Frucht ist meiner Kehle süß.
4. Er führt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Panier über mir.
5. Er erquickt mich mit Blumen und labt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe.
6. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich.
7. Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Rehen oder bei den Hinden auf dem Felde, daß ihr meine Freundin nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefällt.
8. Da ist die Stimme meines Freundes! Siehe, er kommt und hüpft auf den Bergen und springt auf den Hügeln.
9. Mein Freund ist gleich einem Reh oder jungen Hirsch. Siehe, er steht hinter unsrer Wand, sieht durchs Fenster und schaut durchs Gitter.
10. Mein Freund antwortet und spricht zu mir: Stehe auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm her!
11. Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist weg und dahin;
12. die Blumen sind hervorgekommen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube läßt sich hören in unserm Lande;
13. der Feigenbaum hat Knoten gewonnen, die Weinstöcke haben Blüten gewonnen und geben ihren Geruch. Stehe auf, meine Freundin, und komm, meine Schöne, komm her!
14. Meine Taube in den Felsklüften, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denn die Stimme ist süß, und deine Gestalt ist lieblich.
15. Fanget uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge haben Blüten gewonnen.
16. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter Rosen weidet.
17. Bis der Tag kühl wird und die Schatten weichen, kehre um; werde wie ein Reh, mein Freund, oder wie ein junger Hirsch auf den Scheidebergen.

Psalm 104:1-9
1. Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.
2. Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;
3. Du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes;
4. der du machst Winde zu deinen Engeln und zu deinen Dienern Feuerflammen;
5. der du das Erdreich gegründet hast auf seinem Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.
6. Mit der Tiefe deckst du es wie mit einem Kleide, und Wasser standen über den Bergen.
7. Aber von deinem Schelten flohen sie, von deinem Donner fuhren sie dahin.
8. Die Berge gingen hoch hervor, und die Täler setzten sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.
9. Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht und dürfen nicht wiederum das Erdreich bedecken.

Sprüche 24:15-16
15. Laure nicht als Gottloser auf das Haus des Gerechten; verstöre seine Ruhe nicht.
16. Denn ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen versinken im Unglück.

1 Korinther 11:17-34
17. Ich muß aber dies befehlen: Ich kann's nicht loben, daß ihr nicht auf bessere Weise, sondern auf ärgere Weise zusammenkommt.
18. Zum ersten, wenn ihr zusammenkommt in der Gemeinde, höre ich, es seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's.
19. Denn es müssen Parteien unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden.
20. Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht des HERRN Abendmahl.
21. Denn so man das Abendmahl halten soll, nimmt ein jeglicher sein eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken.
22. Habt ihr aber nicht Häuser, da ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämet die, so da nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.
23. Ich habe es von dem HERRN empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der HERR Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot,
24. dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.
25. Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.
26. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des HERRN Tod verkündigen, bis daß er kommt.
27. Welcher nun unwürdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des HERRN trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des HERRN.
28. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.
29. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber zum Gericht, damit, daß er nicht unterscheidet den Leib des HERRN.
30. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen.
31. Denn so wir uns selber richten, so würden wir nicht gerichtet.
32. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom HERRN gezüchtigt, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden.
33. Darum, meine lieben Brüder, wenn ihr zusammenkommt, zu essen, so harre einer des andern.
34. Hungert aber jemand, der esse daheim, auf daß ihr nicht euch zum Gericht zusammenkommt. Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.